Cathleen Stuetzer

 
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Der Schwerpunkt der laufenden Untersuchungen liegt auf der Beschreibung von sozialen Interaktionsprozessen innerhalb von computergestützten Lehr- und Lernsystemen sowie deren Auswirkungen auf den Lernprozess von Akteuren. Mit dem netzwerktheoretischen Forschungsansatz soll das Ziel verfolgt werden, vernetztes Denken und Handeln im Wissenstransfer als innovatives Leitszenario in die neue Lehr- und Lernkultur zu tragen.

Unter der Annahme, dass soziale Interaktion besonders im Umgang mit den digitalen Medien den Bildungsablauf beeinflussen und den Aufbau von Wissensnetzen fördern, sollen hier die Innovations- und Diffusionsprozesse von Informationen in einem webbasierten Lehr-und Lernsystem untersucht werden. Zunächst stehen der Einfluss unterschiedlicher Kommunikationsrollen in hochaggregierten "discussion boards" im Vordergrund der Untersuchung.

Dabei sollen soziale Rollen und Lehrer- und Lernerrollen abgebildet werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in Kooperation mit Dr. Kathleen M. Carley und Jana Diesner, CASOS, Carnegie Mellon University, Pittsburgh, Dr. Thomas Köhler, Fakultät Erziehungswissenschaften/ Bildungstechnologien, Technische Universität Dresden, und Dr. Gerhard Thiem, Institut für Technologie- und Wissenstransfer Mittweida, Hochschule Mittweida durchgeführt und zur SUNBELT 2010, RIVA DEL GARDA, präsentiert.



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Das Konzept der sozialen Netzwerkforschung hat in den letzten Jahrzehnten die unterschiedlichsten Forschungsfelder eingenommen und den Zugang in die verschiedensten soziologischen Teildisziplinen gefunden. 

Die soziale Netzwerkanalyse (kurz: SNA) selbst kann dabei als eine alternative Methode zur klassischen Analyse von Verhaltensprozessen in der Sozialwissenschaft bezeichnet werden. Dabei werden soziale Strukturen und Beziehungen aufgebrochen und analysiert. Untersucht werden unter anderem Kommunikations- und Politiknetzwerke, Netzwerke zwischen Organisationen, informelle, persönliche und virtuelle soziale Netzwerke. Die besondere Attraktivität des Netzwerkkonzepts liegt darin, dass Verhalten sowohl auf der Mikro- als auch auf der Makroebene untersucht werden kann und der relationaler Ansatz dabei einen soziologischen Ansatzpunkt bietet, um den Mechanismen sozialer Interaktion und den Folgen daraus auf die Spur zu kommen.



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